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Teehaus Altenburg Biergarten und Orangerie im Schlosspark Altenburg

Das Teehaus im Schlosspark Altenburg wurde zwischen 1706 und 1712 auf Wunsch von damaligen Herzog Friedrich II. errichtet.

Errichtung des Teehauses

Herzog Friedrich II. von Sachsen-Gotha-Altenburg ließ den verwilderten Schlossgarten nach französischem Vorbild umgestalten. Im Mittelpunkt am höchsten Punkt sollte das neue Lusthaus stehen, welches wir heute als Teehaus kennen. Für die Errichtung wurde der herzögliche Landbaumeister Johann Heinrich Gengenbach herangezogen, der sich auch schon für den Umbau des Residenz-Schloss verantwortlich zeigte. Das an dieser Stelle vorhandene Gewächshaus und Ballspielhaus wurden abgetragen und das Teehaus zusammen mit einer Orangerie errichtet. In der Orangerie hatte später der bekannte Altenburger Maler Ernst Müller-Gräfe bis 1954 sein Atelier.

Französischer Garten

Das Teehaus steht mitten im großzügigen Schlossgarten mit seinen wunderbaren unterschiedlichen und alten Bauarten. Dazu wurden große Rasenflächen angelegt, Statuen aufgestellt, ein Teich mit Wasserspiele angelegt und Büsche gepflanzt. Im Laufe des 19. Jahrhunderts gestaltete man den Garten hingegen im Stil eines englischen Landschaftsgartens um. Später wurden hier auch Dahlien-Ausstellungen mit Preisgeldern veranstaltet. In der klassischen Orangerie mit einem Mittelpavillon und Seitenflügeln wurden viele exotische Gewächse aufgewahrt.

Teehaus, Ballspielhaus und Forsthaus

Das neue Teehaus wurde mit einem großen Festsaal ausgestattet, der über Freitreppen zu erreichen ist. Im Saal wurden schon früh Tänze aufgeführt, Konzerte gegeben und viel gefeiert. Das große Deckengemälde stammt vom Gothaer Hofmaler Johann Heinrich Ritter. Die prachtvollen Stuckarbeiten sind hingegen den Brüdern Carolo Ludovici und Domenico Castelli zuzuschreiben. Ein zusätzliches Ballspielhaus bot zudem Platz für allerlei Sportarten. Später wurde dieser Teil zum Hoftheater umgebaut. Im 20. Jahrhundert nutze man das Teehaus vermehrt als stilvolles Café mit angrenzenden Biergarten.

1960 bis heute

In der DDR war das Teehaus ein Treffpunkt für Familien mit vielen Live-Konzerten und Festen. Die Orangerie wurde in dieser Zeit als Klub der Volkssolidarität bekannt und war insbesondere bei älteren Mitbürgern beliebt. Seit der deutsch-deutschen Wiedervereinigung wurde der Gebäudekomplex nicht mehr genutzt. 2004 entstand der Teehaus Altenburg Förderverein e. V. auf Initiative von engagierten Bürgern Altenburgs, um das barocke Teehaus sowie die Orangerie zu sanieren, erhalten und der wieder Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 2012 konnten die Gebäude nach acht Jahren Bauzeit feierlich eröffnet werden. Informationen zum Förderverein und zur Mitgliedschaft unter www.teehaus-altenburg.de.

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Chris

Chris ist Hobbyfotograf aus dem schönen Hamburg mit einem Faible für architektonische Tag- und Nachtaufnahmen, Geschichte sowie Altenburg.

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