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Lindenau Museum

Das Lindenau Museum in Altenburg ist eine der bedeutendsten Kultureinrichtung Deutschlands. Die Sammlung geht auf den Altenburger Staatsmann Bernhard von Lindenau zurück. 2001 wurde das Museum ins Blaubuch aufgenommen und gehört zu den kulturellen Leuchttürmen in Ostdeutschland. Die ausgestellte Sammlung italienischer Tafelbilder ist die größte außerhalb Italiens.

Lindenau Museum

Die Architektur des Lindenau Museums

Der Museumsbau wurde vom Architkten Julius Robert Enger umgesetzt und 1876 fertiggestellt. Enger war Schüler Gottfried Sempers (Semperoper Dresden). Als Vorbild für das palastartige Museum, diente die von Semper errichtete Gemäldegalerie Dresdens im Stil der italienischen Hochrenaissance. Von der Münchner Pinakothek übernahm Semper die architektonische Grundkonzeption mit einer achteckigen zentralen Rundbau Rotunde.

Ausstellungen

Das Lindenau Museum beherbergt eine Fülle kunsthistorischer Schätze. Darunter befinden sich 180 italienische Tafelmalereien, antike Keramiken aus dem 7. bis 3. vorchristlichen Jahrhundert und Malereien aus dem 15.-19. Jahrhundert wie zum Beispiel von Pieter Brueghel der Jüngere. Zusätzlich enthält das Museum Werke deutscher Maler des 20. und 21. Jahrhunderts wie beispielsweise von Otto Dix oder Werke von Gerhard Altenbourg. Das Lindenau Museum kann ganzjährig besucht werden.

Bernhard von Lindenau

Der Altenburger Bernhard von Lindenau wurde 1779 im letzten erhaltenen Rittergut der Stadt, dem Pohlhof geboren. Lindenau war eine vielseitig talentierte und interessierte Person und auch als Kunstsammler, Gelehrter und Staatsmann aktiv. Als Kosmopolit gehörte er zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhundert neben solch schillernden Figuren wie von Humboldt oder Gauss. Lindenau wurde im Laufe seines Lebens sogar in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.

Lindenau Museum

Lindenau Museum

Lindenaus Werdegang

Nach seinem Jura Studium in Leipzig wurde Lindenau 1798 Staatsbediensteter im Herzogtum Sachsen-Altenburg-Gotha. Durch sein großes Interesse an den Naturwissenschaften, kam er in Kontakt zum Hofastronom der Sternwarte auf dem Seeberg, Franz Xaver von Zach. Die Sternwarte bei Gotha war damals ein Zentrum europäischer Astronomie, zu der sich auch gerne Persönlichkeiten wie Carl Friedrich Gauß gesellten. Nach seiner Teilnahme an den Befreiungskriegen gegen Napoleon, wurde er Gesandter beim Bundestag in Frankfurt am Main und später Ministerpräsident von Sachsen.

Lindenau Museum Rückseite

Lindenau Museum Rückseite

Lindenaus Vermächtnis

Der private Kunstliebhaber Lindenau, machte bereits 1848 seine Sammlung der Öffentlichkeit im elterlichen Pohlhof zugänglich. Darunter befanden sich u. a. über 400 antike griechisch-etruskische Keramiken und seine Kunstbibliothek. Nach Lindenaus Tod 1854 ging die Sammlung an das Herzogtum Sachsen-Altenburg mit der Verpflichtung über, diese in einem neu zu errichtenden Museum auszustellen. Hieraus entstand das Lindenau Museum mit der angeschlossenen Kunstschule (Studio Bildende Kunst).

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About Chris

Chris ist Hobbyfotograf aus dem schönen Hamburg mit einem Faible für architektonische Tag- und Nachtaufnahmen, Geschichte sowie Altenburg.
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